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Dukatenesel und Honigkuh

Quelle: Ihr tut mir Leid | Telepolis

Wenn der Märchenesel Dukaten scheißt, ist das ein schöner Einfall. Wenn ein Journalist einer Kuh attestiert, sie gebe „nie versiegenden Honig“, dann ist das entweder dämlich, oder der Journalist versucht sich an der Satire.

In diesem Fall bin ich mir nicht sicher: Satire oder Doofheit? Dass es Doofheit des Autors sein könnte, dafür spricht der ernsthafte Ton, den er singt, bis er die „Honigkuh“ auf die Weide führt.

Dass er den Ausdruck satirisch meint („Das Leben ist kein Ponyschlecken“), darauf deutet die Menagerie, die der Journalist im Verlauf seines Artikels bemüht. Da turnen Affen in den Bäumen, werden Schafe gehütet, Mammuts schütteln ihr zotteliges Fell, und auch ein Hund taucht auf. Ein bisschen viel Viech auf einmal.

Egal. Mein Vorschlag: Lest den Beitrag von Henner Reitmeier, seid so gut! Und macht euch immer wieder einmal Gedanken darüber, wie Sprache Bewusstsein prägt und somit Handeln konstruiert.

Ich wünsche euch eine gute Zeit!

Anhang. Noch einmal: Möglich, dass Reitmeier selbstironisch schreibt, einige Stellen deuten darauf hin, so zum Beispiel diese hier:

 

Die Krux: Weder hebt der Autor ironisch an, noch behält er diesen Ton bei. Und so nehme ich den Satz ernst und sage: „Ja, Reitmeier, mit diesem Satz führst du beispielhaft vor, wie man schwer verständlich schreibt.“

Schade.

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