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Die zehn Gebote des Self-Publishings

Die zehn Gebote des Self-Publishings

1. Gebot. Du darfst schreiben.
2. Gebot. Du darfst veröffentlichen.
3. Gebot. Du sollst keinen Anspruch erheben auf Lob, wenn du geschrieben hast.

4. Gebot. Dies aber ist das wichtigste Gebot: Schreibe, als ginge es um dein Leben. Für Erregungen der Seele indes nutze dein Tagebuch.

5. Gebot. Schrei nicht gar so laut, ich bitt’ dich.

6. Gebot. Du bist kein besserer, kein wichtigerer Mensch, nur weil du schreibst; aber du kannst ein Mensch werden, wenn du schreibst.

7. Gebot. Sieh bitte ein: Wenn du keinen ersten Satz schreiben kannst, kannst du nicht schreiben.

8. Gebot. Du brauchst keinen Lektor. Du nicht.

9. Gebot. Wenn du schreiben willst, lerne Lesen.

10. Gebot. Such dir einen vernünftigen Job.

Ich krieg das nicht gebacken!

Wie lautet die gendergerechte* Formulierung bzw. Schreibweise für das Wort „Automobilhersteller“?

* Ich bin noch nicht so weit, dass ich gendergerechtes Schreiben akzeptiere; ich störe mich ja schon an der Kombination „gerecht“ und „gender“. (Ganz abgesehen einmal davon, dass sich der Begriff liest wie ein Lehnwort aus dem Niederländischen.)

Haarspalterei oder notwendige Korrektur?

In meinem jüngsten Post habe ich folgenden Satz geschrieben:

Beim Schreiben wird das genusbestimmende Substantiv (das Café) nicht mehr mitgedacht, nicht mehr erinnert; das Geschlecht des näheren Substantivs (die Besitzerin) verleitet die Autorin zum falschen Gebrauch des Possessivpronomens.

Dieser Satz ist missverständlich. Richtig ist:

… das Geschlecht des näheren Substantivs (die Besitzerin) verleitet die Autorin zum Gebrauch des falschen Possessivpronomens.

Falsches Genus: durch Nachbarschaft camoufliert

 

„Auch das nahe Café Komet und deren Besitzerin Halley sind ein Glückstreffer.“

So steht es in der Amazon-Beschreibung zu einem, wie der Text meint, „einfühlsamen Roman“. Ein Fehler, der beinahe täglich in den Zeitungen auftaucht, selbst in sogenannten Qualitätsmedien wie der FAZ; ein Fehler, der sich ausbreitet.

Meine Vermutung: Beim Schreiben wird das genusbestimmende Substantiv (das Café) nicht mehr mitgedacht, nicht mehr erinnert; das Geschlecht des näheren Substantivs (die Besitzerin) verleitet die Autorin zum falschen* Gebrauch des Possessivpronomens.

Mehr zum falschen Genus –> Klick!

* Was am „falschen Gebrauch des Possessivpronomens“ wiederum falsch ist, erfährst du hier –> Klick!