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Lebensrecht eines Kommas

Darum geht es, um diesen kurzen Ausschnitt eines Artikels auf Zeit online. Ich zitiere:

„… MDMA und Liquid Ecstasy haben Einfluss auf die Libido, außerdem fallen die Hemmungen und das Selbstbewusstsein …“

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2019-05/sexualisierte-gewalt-drogenkonsum-alkoholrausch-nachtleben-clubs-metoo/komplettansicht

Komma fehlt – Verwirrung tritt ein

Warum, frage ich mich, sinkt das Selbstbewusstsein, wenn Hemmungen fallen? Würde man nicht das Gegenteil vermuten? Dass, wenn Drogen enthemmter machen, im selben Zuge das Selbstbewusstsein (oder das, was man im Rausch dafür halten mag) steigt statt zu fallen?

Selber schuld. Warum ich das Komma so vermisse

Der Verständnisfehler liegt bei mir und daran, dass ich noch nach alter Väter Sitte die Kommata setze statt nach der libertinären Fassung der Rechtschreibrevolution. Einst lautete die Vorschrift*: „Zwei mit und verbundene Hauptsätze werden durch Komma getrennt.“ Die Rechtschreibreform stellt das heutzutage frei, und prompt erschwert sie das Verstehen. Sie verzögert das Verstehen, senkt die Eindeutigkeit, mindert die Lesehilfe, bremst das Lesetempo.

Der Satz lautet vollständig:

„Kein Wunder, denn Alkohol und Substanzen wie MDMA und Liquid Ecstasy haben Einfluss auf die Libido, außerdem fallen die Hemmungen und das Selbstbewusstsein steigt.

Der Einwand mag lauten, dass der Satz kurz, also übersichtlich genug sei, damit der Sinn sofort verstanden werde. Dem halte ich entgegen: Selbst dieser kurze Abschnitt hat mich verwirrt. Das fehlende Komma nach Hemmungen hat mich konditioniert, ich habe mit einer Aufzählung gerechnet. Für mich, für mein Leseverständnis wäre das Komma das eindeutige Signal gewesen, dass eine neue und dem ersten Teil eventuell entgegenstehende Aussage folgt.

Plädoyer fürs Komma vor „und“

Lasst euch nicht von der Rechtschreibkommission vorschreiben, was gut genug sei – denkt mit beim Schreiben, ihr Journalisten und Autoren! Kürzeste Sätze mögen noch fasbar sein, spätestens dann, wenn der Satz nach und länger wird, sind eure Leser verloren bis zu dem Moment, wenn die Auflösung erfolgt. Wenn endgültig klar ist, ob Aufzählung oder Hauptsatz aufs und folgten.

* Vorschrift ist nicht ganz korrekt – der Duden schreibt ja nicht vor, er empfiehlt. Nur für Behörden, Schulen und Universitäten sind sie verbindlich, die Rechtschreibregeln. Wir anderen, wir Texter, Autoren, Journalisten und Lektoren, tun gut daran, sie zu beherzigen, damit wir verstanden werden. Und wir tun gut daran, wenn wir nicht alles widerspruchslos hinnehmen.

Ich bin fürs Komma! Mein Rat lautet: Wenn zwei Hauptsätze mit und verbunden werden, setzt ein Komma vors und. Unbedingt!

Ausgewählte Beiträge zum Komma auf Wortport.de

Tipp fürs Verständnis: die Klammer muss nach hinten

Aus einem Manuskript, das ich für einen Fachverlag der Medizinbranche lektoriere:

Erstens besitzt die MRT bereits ohne die Verwendung von Kontrastmittel einen hervorragenden Weichteilkontrast und ist somit in der Lage intrainterventionell Leberläsionen sichtbar zu machen, die anderen Modalitäten (z. B. dem nativen CT, vgl. Abb. 3.12 a) verborgen bleiben.

Freundlicherweise sagt mir der Autor, was er mit die anderen Modalitäten meint – in diesem Fall sagt er es mir, seinem Leser, mit Hilfe eines in Klammer gesetzten Beispiels.

Das Problem: Durch die Klammer wird der Lesefluss unterbrochen und somit das Verständnis erschwert. Wenn ich indes die Klammer nach hinten schiebe, gewinnt der Text unmittelbar – er gewinnt, weil ich die Bestandteile des Verbs vor die Klammer setze!

Wie der Text hinzugewinnt

Vorteil I. Sowie ich „die anderen Modalitäten“ lese, will ich wissen, was mit ihnen geschieht, mit den Modalitäten; doch die Unterbrechung der Klammer zwingt den Leser, den Teil vor der Klammer im Gedächtnis zu behalten. Diese Belastung entfällt durchs Umstellen!

Vorteil II. Was mich entlastet beim Lesen, dient dem Verstehen; und es dient der Lesegeschwindigkeit, dem Tempo also, in dem ich den Text lesen kann – gewonnene Lebenszeit!

Ich konzediere: Im Beispiel ist das Verständnis nicht wirklich herausgefordert; und trotzdem wird der Fluss des Gesagten bereits in dieser kleinen Version deutlich geschmeidiger:

Erstens besitzt die MRT bereits ohne die Verwendung von Kontrastmittel einen hervorragenden Weichteilkontrast und ist somit in der Lage intrainterventionell Leberläsionen sichtbar zu machen, die anderen Modalitäten (z. B. dem nativen CT, vgl. Abb. 3.12 a) verborgen bleiben.


versus:

Erstens besitzt die MRT bereits ohne die Verwendung von Kontrastmittel einen hervorragenden Weichteilkontrast und ist somit in der Lage, intrainterventionell Leberläsionen sichtbar zu machen, die anderen Modalitäten verborgen bleiben (z. B. dem nativen CT, vgl. Abb. 3.12 a).

Klammer nach hinten – ein wunderbarer Kniff für schnelleres Lesen, rascheres Verstehen, geschmeidigeren Textfluss!

Was Stephen King wirklich zum Thesaurus sagt

„Stephen King lehnt Thesauri (auch Thesauren) ab!“

So in etwa lautet der Aufschrei in einer Facebook-Gruppe*.

Als Beleg dient ein Foto mit einem Porträt des Schriftstellers und dem als Zitat erkennbaren Satz: „Any word you have to hunt for in a thesaurus is the wrong word. There are no exceptions to this rule.“

Eine ganze Menge Menschen hat etwas beizutragen. Es werden Meinungen in die Diskussion geworfen, es werden Routen eingeschlagen, die von Anlass und Thema abweichen, es werden Vermutungen angestellt darüber, was Stephen King mit der im Grunde glasklaren Aussage gemeint haben könnte. Menschen in Deutschland interpretieren, was King in Maine gemeint hat mit seiner Einschätzung: „Jedes Wort, nach dem Sie in einem Thesaurus suchen müssen, ist das falsche Wort. Es gibt keine Ausnahmen von dieser Regel.“

Thesaurus des Verhaltens 

In der Diskussion entdecke ich eine Art von Thesaurus für Verhalten: Man macht dasselbe und benennt es anders.

Es wird eine Nachricht in die Welt gesetzt, und weil es so sein könnte, wie die Nachricht suggeriert, wird nicht mehr geprüft, ob sich aus dem Könnteein Ist rekonstruieren lässt. Mit anderen Worten: Hat King den Satz überhaupt gesagt?

Was Stephen King wirklich gesagt hat

Ja, das hat er. Meine „Recherchen“ im Internet führen mich auf eine Seite, auf der King mit diesem Satz zitiert wird. Aber er zieht einen Kreis um den Satz, eine Manege, in der der Satz auftreten darf!

Kings Satz ist aus dem Zusammenhang gerissen, wie es so nett heißt, wenn sich jemand missverstanden fühlt. Aber King kann an dieser Stelle gar nicht missverstanden, er kann nur beschnitten werden, denn er erläutert einen eigenen Tipp.

Der Tipp lautet: „Never look at a reference book while doing a first draft.“

While doing a first draft! King bezieht sich explizit auf den ersten Entwurf. Und er erläutert, warum er in diesem Stadium des Schreibens jeglichen Ratgeber als Hindernis einschätzt: weil das Nachschlagen im Thesaurus den Gedankengang des Schritstellers unterbricht und die Trance, in der er sich befindet (wir würden vielleicht sagen: den Flow). King sagt: „… breaking your train of thought and the writer’s trance in the bargain …“

Hier habe ich den Wortlaut gefunden, das war die erste Quelle:

livehacker.com

Und hier der Ursprung, die eigentliche Quelle:

aerogrammestudio.com

Überfliegt man die Diskussion, wird klar: Keiner, wirklich keiner hat geprüft, ob King tatsächlich gesagt hat, was ihm unterstellt wird. Im Gegenteil, etwas reichlich Verrücktes ist passiert: Die Diskussion wurde an selber Stelle aufgegriffen und als neuer Post reanimiert.

Dass keiner misstrauisch geworden ist, erschrickt mich. Zweifel ist der Anfang eines jeden Schreibens: Zweifel sich selbst gegenüber, Zweifel dem gegenüber, was andere sagen.

Erst auf dem Zweifel kann Kreativität gedeihen.

*Richtigstellung: Ausgang nahm die Diskussion mit der durchaus unschuldig klingenden Frage: „Was haltet ihr davon?“


Wenn die Natur so variantenreich ist: warum sind es dann nicht auch die Autoren?

Zitat aus einem Interview:

Wir sind bislang einfach zu doof dazu. Deutsche Fernsehsender werden dominiert von risikoscheuen, selbstzufriedenen Typen mit Provinzhorizont und dem Hauptanliegen, möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Also setzen sie auf Seilschaften und Rezepte, hinter denen sie ihre Unfähigkeit verbergen. Um es mal etwas zu verkürzen: Hauptsache Ferres, Berben oder Furtwängler sind dabei.

Wenn Sie heute zu einem Programmchef gehen und ihm ein Serien-Script à la ‚Breaking Bad‘ vorstellen – krebskanker Chemielehrer mit schwangerer Frau und körperbehindertem Sohn zu Hause wird aus Geldnot zum Crystal-Meth-Dealer –, haben Sie drei realistische Szenarien. Entweder er rät Ihnen zum Berufswechsel. Oder zum Psychiaterbesuch. Oder aber er sagt: ‚Klingt super! Was halten Sie davon, wenn Heiner Lauterbach den Lehrer macht?‘“

Ich mag solche scharfgeschnittene Ansichten; und der leise Verdacht packt mich, dass Medienforscher Lothar Mikos damit auch ein ganz grundsätzliches Problem beschreibt, das vor allem den als Self Publisher veröffentlichenden Autoren eignet: fehlende Originalität und mangelnde Kreativität.

Quellen
https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2014/beobachten/wir-serienmuffel

https://www.zeit.de/kultur/film/2014-03/fernsehserien-usa-kritiker-alan-sepinwall?page=2#comments

Überschätzen sich Autoren?

Ein Freund schreibt mir eine Mail.
„Das Allerschlimmste bei dem Thema aber ist, dass diese Müllbücher täglich 400 bis 500 mal gekauft werden, so lange nur bestimmte Ansprüche an Cover und Titelei erfüllt werden. Ob der SP-Markt also wirklich zu 90 Prozent der Markt für das Minderwertige ist? Es findet ein Paradigmenwechsel statt, der wenig Hoffnung macht.“

Und ich antworte

„Das betrifft sogar ‚arrivierte‘ Autoren, guckstu »» Klick! Was also sollen wir tun? Was wollen wir tun? Wie kriegen wir die Fähigkeit zur Selbstkritik in die Self-Publisher?

Ich, der Lektor, ich schreibe aus einem Grund keinen Roman: weil ich keine Idee für einen Roman habe, jedenfalls keine, die ich für ausarbeitungswürdig hielte, ohne unmittelbar in Klischees zu gleiten. 

Was das ist, Klischee? Bitteschön: Der Held, männlich/weiblich, besitzt einige Attribute, die als originell verkauft werden. Bei Vollmond, Blutmond, in der Walpurgisnacht gerät er in einen Rausch, in dem ihm ein Auftrag übermittelt wird: Er soll die Welt retten. Das gelingt ihm. Ende der Geschichte.

Frage, lieber Leser, bitte nicht, warum ihm das gelingt, was ihn dazu befähigt oder warum die Welt in Gefahr ist.

Frage auch nicht, was der Sex damit zu tun hat, den er haben will, bekommt, nicht bekommt, ausübt. Sex gehört zum Leben und ist deshalb nicht zu hinterfragen. Immer willkommen ist ein hingetupfter Aufenthalt in der Küche (gerne in Kombination mit einer genauen Rezeptur für Spaghetti Carbonara und einer harten Nummer auf dem Küchentisch). Handelt es sich um einen Aufsatz mit Lokalkolorit, so reicht es, ein paar Straßen zu nennen und den Park mit seinen düster leuchtenden Kandelabern und den Hinterlassenschaften von Hunden auf ihrem nachmittäglichen Spaziergang im Nebel – Düsternis des Ereignisses darf nur geschehen in meteorologischem Grau und Dunkel.

Rettung und Überzeugungskraft saugen diese Autoren aus zusammengestöpseltem Wissen über kriminalistische und/oder medizinische Details; sie nennen es Recherche. Ihre Manuskripte bestehen somit aus zwei Teilen: aus Pseudoidee und dem Wissen darüber, welche Verletzung eine Kugel verursacht, nachdem sie mit Arsen getränkt wurde und vierenhalb Jahre später auf dem Grund eines Sees entdeckt wird oder im Waldlaub hervorblitzt.

Zu all dem gesellt sich Unfähigkeit in puncto Malerei und Musik. Diese Schreiber (sie ‚Autoren‘ zu nennen hieße Lüge) können keinen Sound produzieren und keine Metapher, sie wissen nicht einmal, dass es ihnen daran mangelt. Sie haben alles gelesen, was es an Schreibratgebern zu lesen gibt, und sich gegen das Plotten entschieden, weil es sie hemmt. Würde man einen Vetriebskanal finden, in dem nur Manuskripte veröffentlicht würden mit einer Obergrenze an Wörtern; würde man also sie zu Ökonomie zwingen, zu ökonomischem Schreiben, sie wären verloren ohne Hoffnung auf Rettung, ohne Aussicht auf Besserung – diese Schreiber wären dort nicht vertreten. Die anderen aber, die dort vertreiben dürften, sie wären, was wir Goldstandard nennen.

Lass uns kämpfen für kdpg: für kindle direct publishing gold!“

Stellt sich die Frage

Das mag klingen, als habe ich etwas gegen Self-Publsher. Wer diese Zeilen oben so liest, irrt. Natürlich mag ich sie! Jede Hoffnung, schreibend leben zu können, will ich unterstützen und fördern. Ich will mitfiebern und den Weg asphaltieren, auf dem der Autor zu schreiten beginnt (oder schreitet, falls es bereits sein zweites Buch ist oder sein, du weißt schon).

Aber ich sag’s auch jedem, der’s noch nicht kann: „Du musst noch viel üben.“ Dann sagt der Autor (wenn er denn etwas sagt und nicht einfach nur den Kontakt abbricht): „Ja, aber!“ Und ich antworte: „Eben!“

Jeder darf, jeder soll, jeder muss einfach schreiben. Eine der großartigsten Möglichkeiten für uns Menschen, auszudrücken, was uns bewegt, kann und darf nicht reglementiert werden. Wenn ein Kind singt, wirst du es hoffentlich niemals unterbrechen, weil es die Töne nicht trifft! Wenn ein Erwachsener schreibt, sieht das ein kleines bisschen anders aus.

Wenn ein Erwachsener schreibt und mich fragt: „Was hältst du davon?“, dann will ich ihn zugleich ermuntern und ihm sagen, wo er steht. Und wenn mir gefällt, was ich lese, sage ich ihm das. Und wenn mir nicht gefällt, was ich lese, sage ich ihm, warum das so ist. Niemals nicht sage ich „Gefällt mir nicht“, ohne ihm zu begründen, warum es nicht gefällt.

Ein paar Silben über die „Erfahrung“

Ich arbeite wohlwollend. Täte ich es nicht, würde ich mich schon längst nicht mehr mögen. Ich würde meine Arbeit mit Zynismen spicken und Überheblichkeit.

Mir sind nur wenige Menschen in den Weg gelaufen, die fähig waren (oder willens) zur Kritik meiner Texte, die weiterhalf; die meisten, die über meine Texte urteilen mussten, Redakteure, Etat-Manager, BWL-Studenten, handelten destruktiv. Auch das erwies sich als hilfreich.

Du kommst zu mir und willst wissen, was ich von dem halte, was du schreibst; ich antworte dir mit Worten, die meiner Auffassung von Wahrheit am nächsten kommen, wohlwollend und wohl wissend, dass das nicht immer das ist, was du hören möchtest.

Die zehn Gebote des Self-Publishings

Die zehn Gebote des Self-Publishings

1. Gebot. Du darfst schreiben.
2. Gebot. Du darfst veröffentlichen.
3. Gebot. Du sollst keinen Anspruch erheben auf Lob, wenn du geschrieben hast.

4. Gebot. Dies aber ist das wichtigste Gebot: Schreibe, als ginge es um dein Leben. Für Erregungen der Seele indes nutze dein Tagebuch.

5. Gebot. Schrei nicht gar so laut, ich bitt’ dich.

6. Gebot. Du bist kein besserer, kein wichtigerer Mensch, nur weil du schreibst; aber du kannst ein Mensch werden, wenn du schreibst.

7. Gebot. Sieh bitte ein: Wenn du keinen ersten Satz schreiben kannst, kannst du nicht schreiben.

8. Gebot. Du brauchst keinen Lektor. Du nicht.

9. Gebot. Wenn du schreiben willst, lerne Lesen.

10. Gebot. Such dir einen vernünftigen Job.

Ich krieg das nicht gebacken!

Wie lautet die gendergerechte* Formulierung bzw. Schreibweise für das Wort „Automobilhersteller“?

* Ich bin noch nicht so weit, dass ich gendergerechtes Schreiben akzeptiere; ich störe mich ja schon an der Kombination „gerecht“ und „gender“. (Ganz abgesehen einmal davon, dass sich der Begriff liest wie ein Lehnwort aus dem Niederländischen.)

Haarspalterei oder notwendige Korrektur?

In meinem jüngsten Post habe ich folgenden Satz geschrieben:

Beim Schreiben wird das genusbestimmende Substantiv (das Café) nicht mehr mitgedacht, nicht mehr erinnert; das Geschlecht des näheren Substantivs (die Besitzerin) verleitet die Autorin zum falschen Gebrauch des Possessivpronomens.

Dieser Satz ist missverständlich. Richtig ist:

… das Geschlecht des näheren Substantivs (die Besitzerin) verleitet die Autorin zum Gebrauch des falschen Possessivpronomens.