Wer für sein Manuskript einen Verlag sucht, benötigt ein Exposé und einen Pitch. In diesem Beitrag wird ein Beispiel vorgestellt.

Einen Tag geschenkt

Vier Tage lang durchgesoffen. Mein Hirn war geflutet mit C2H5OOH, ich brauchte eine Pause. Der Mittagsschlaf würde guttun …

Stunden später

Ich wurde wach und wusste nicht, wer ich war. Ein grauenhafter, ein furchtbarer Moment in meinem damals relativ jungen Leben. 

Gestern nun beim Aufwachen erneut das Gefühl, dass mein interner Ordnungssinn, der Lotse meines Alltags, noch nicht an Bord ist: Ich weiß nicht, ist es Montag? Ist es Sonntag?

Hätte es nur an einem Leck in meinem Gedächtnis gelegen, das hätte sich rasch stopfen lassen; aber diese Empfindung, sie war grundsätzlicher Natur: Ich war rausgekegelt. Und nun schaute ich aufs Spielfeld, ohne zu verstehen. Ich tastete mich heran an das, was man so Realität nennt. Was nahm ich wahr?

Himmlische Ruhe, die Welt schlief noch. Das war kein Montag, es war Sonntag.

Wie zum Trost bestätigten die Glocken von St. Michael: Sonntag!

Ein zusätzlicher Tag war mir geschenkt! Sonntag, ein freier Tag – kein Arbeitstag! Was würde ich damit alles anfangen können!

Spoiler: Ich arbeitete. Jedenfalls bis zur Mittagspause. Aber dieses ganz und gar unwirkliche Gefühl, einen Tag in meinem Leben geschenkt bekommen zu haben, ein Freilos, ein ▶️ »Do-it-again-Sam«, das war fantastisch.

▶️ Ein Murmeltiertag.

Exposé und Pitch – Voraussetzung für die Verlagssuche

Wochenendtage erlebe ich als energetisierend, nicht die Montage mit ihrer Aussicht auf Eroberung neuen, unbekannten Terrains. (Interessante Konstellation: Ist neu gleichbedeutend mit unbekannt? Und vice versa: Ist unbekannt identisch mit neu?)

Ich nahm den geschenkten Tag und schluckte eine Traumpille. Sah Cosmic Self Care, das Buch, an dem ich arbeite, bei einem Verlag. Fabulierte einen Erfolg.

Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß usw. Wenn ich Cosmic Self Care ernsthaft einem Verlag anbieten möchte, benötige ich ein Exposé. Für ein Exposé braucht es einen Pitch, für einen Pitch braucht es gleichermaßen erklärende wie überzeugende Aussagen.

Das würde, nahm ich mir vor, meine Arbeit sein an diesem geschenkten Sonntag: Pitch und Exposé.

Hier sind sie nun, ▶️ Pitch und Exposé. Ich freue mich, wenn ihr mir rückmeldet, welchen Eindruck ihr habt, was ihr anders machen würdet.

📩 Schreibt mir eure Meinung!

Vielen Dank! 

🎵 Musik des Tages

🎵 Augustin Barrios La Catedral – 3 Allegro. Horst Klee, Gitarre.

Eine Herzensempfehlung!

▶️ YouTube-Video des Tages

▶️ Interview mit Jürgen Schmidhuber, deutscher Informatiker, über die Entwicklung von KI.

Furchterregend schöne Aussichten!

📚 Buch des Moments

📚 Kent Nagano, 10 Lessons of my Life: Was wirklich zählt | Die Biografie des bekannten Dirigenten zu seinem 70. Geburtstag

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Aus Sicht des Lektors richtig schräge Sachen finden sich selten in gedruckten Büchern – was hingegen auf dem Weg bis in die Buchläden passiert, steht auf einem anderen Blatt. Manchmal jedoch flutschen Fehler durch, und ich spreche jetzt von echten Fehlern, nicht von grammatischen oder orthographischen Schwächen. Aus diesen Fehlern entstand meine kleine Rätselreihe »Darauf achtet der Lektor«. Von peinlich bis spaßig, von unglaublich bis dumm. Zum Mitmachen, zum Gewinnen.

Da hier die ganze Zeit von Astrologie und Horoskopen die Rede ist: Hier findest du die Jahreshoroskope 2026, die ich für die Silvesterausgabe des Oberbayerischen Volksblattes geschrieben habe. Auch deines!

Und falls du jemanden kennst, den mein Arbeitsprozess interessieren könnte, gib ihm Bescheid. Per Mail oder über einen der Buttons am Ende des Artikels.

Bis bald!

Credits

Wer für sein Manuskript einen Verlag sucht, benötigt ein Exposé und einen Pitch. In diesem Beitrag wird ein Beispiel vorgestellt.
Für das Titelbild suchte ich nach einem Hintergrund, der serientauglich ist; ich habe es bei Mockaroon gefunden. Der Fotograf hat es auf Unsplash kostenlos zur Verfügung gestellt (Klick aufs Bild!). Herzlichen Dank, Mockaroon!
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