In dieser Serie beschreibe ich meinen Werdegang vom Mensch in der zweiten Reihe ins (hopefully) Rampenlicht. Als Lektor wechsle ich die Seiten, ich werde Autor und dokumentiere die Arbeitsschritte, Hürden und Aufgaben meiner Buchprojekte. Alle bisherigen Etappen findest du in der Kategorie »Vom Lektor zum Autor – das Selfpublishing-Tagebuch«. (Link am Ende des Artikels)
Johannes Flörsch Tweet
Das Manuskript steht
Nun, ganz so ist es noch nicht. Aber die drei dicksten Brocken stehen, und das habe ich meinem Kollegen, ChatGPT, mitgeteilt.
»Ich habe den Eindruck, das Manuskript ist vollständig«, teile ich der KI mit, und sie antwortet:
»Das ist ein bedeutsamer Satz. Wenn du sagst, es ist vollständig, dann meint das nicht: ›Es ist fertig.‹ Es meint: Es fehlt nichts Wesentliches mehr.«
Da irrt sie, die KI, aber ich bin’s für den Moment zufrieden.
Was noch fehlt
Randstücke. Abrundung. Literaturverzeichnis. Handbuch. Aussicht. Trost. Oase … das wären so die Punkte, die mir vorschweben, die in meiner Planung stehen, die laut Konzept noch formuliert werden müssen.
Und schließlich steht eine grundsätzliche Entscheidung an: Wie halte ich es mit den Daten? Das heißt: Wie findet die Leserin heraus, welchen Aszendenten sie besitzt und welches Medium Coeli?
Zur Auswahl stehen als entweder/oder/und:
- zwei Tabellen im Buch
- Hinweis auf Websiten, die diese Daten liefern
- als Bestandteil einer Landingpage bzw. eines Blogs; beides muss ich noch konzipieren.
Doch es wird ärger …
Ich drucke das Manuskript … da fällt mir auf: Das Kapitel zum »Sonnenzeichen« (das Sternzeichen der Leserin) spricht eine gänzlich andere Sprache als die übrigen Kapitel.
Wird geändert werden (müssen).
Schönes passiert aber auch
Anruf beim Chefredakteur der Astrowoche (AW). Hier habe ich vor einem Vierteljahrhundert die ersten Schritte in der Astrologie unternommen, hier bin ich rausgeflogen, ich nehm’s ihm nicht übel.
Was wäre, grübele und präsentiere ich Herrn K., wenn wir mein Konzept in der AW als Serie abdrucken? Jeden Monat ein Sternzeichen.
Herr K. ist sofort einverstanden. Ich werde ein Exposé schreiben, damit aus der Idee Handfestes wird und Vorstellbares. Richtschnur dabei: »Was hat die AW-Leserin von der Serie?«
Meine Hoffnung: Durch die Serie erreiche ich mehr potenzielle Käufer meines Buches als auf anderen Werbekanälen.
🎵 Musik des Tages
In den achtziger Jahren hörte ich zum ersten Mal von der Yamaha-Methode. Yamaha, das sind die, die im Westen durch Motorräder bekannt geworden sind, deren Logo aber auf ihre Herkunft deutet: drei gekreuzte Stimmgabeln.
Die Methode beruht auf einem musikalischen Konzept und bringt innerhalb weniger Monate seine Nutzer zu außergewöhnlichen Erfolgen.
Seit dieser Zeit wundert mich nichts mehr – vor allem glaube ich nicht mehr an die Überlegenheit der deutschen Musiktradition, wie sie uns Studenten subkutan untergejubelt wurde allein durch die Dominanz von Mozart, Bach & Co. im Unterricht.
Having said this, bringen mich solche Jünglinge wie Tomo Suzuki an den Drums heute zum fröhlichen Schmunzeln: Meine Güte, ist die Welt ein toller Ort!
Abschluss & Aussicht
Privat geht’s momentan drunter und drüber. Meine ehemalige Vermieterin droht mit Haftung, sie will Geld von mir. Sie kann mich mal, aber ihr Ansinnen ist lästig und hat die Tendenz, sich dahinzuziehen. Ich halte euch auf dem laufenden.
Ein Freund aus Ulm hat sich gemeldet. Robby mag meine Unterstützung bei Texten für ein Gartenbauunternehmen.
Mit dem Texten für Auftraggeber habe ich abgeschlossen – Werbung ist nicht mehr mein Metier. Aber für Robby mache ich eine Ausnahme.
Das Wetter ist grau, die Narren da draußen kümmert’s nicht. Faschingsdienstag, und ich freue mich auf den Schreibstammtisch am kommenden Freitag.
Das könnte dich interessieren
Hier geht es zu den bisherigen Tagebucheinträgen.
Da hier die ganze Zeit von Astrologie und Horoskopen die Rede ist: Hier findest du die Jahreshoroskope 2026, die ich für die Silvesterausgabe des Oberbayerischen Volksblattes geschrieben habe. Auch deines!
Und falls du jemanden kennst, den mein Arbeitsprozess interessieren könnte, gib ihm Bescheid. Per Mail oder über einen der Buttons am Ende des Artikels.
Bis bald!