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Richtig bewerben

Wie bewirbt man sich richtig? Schwierige Frage. Sicherlich aber nicht so, wie es auf www.machdudas.de von nahezu allen Bewerbern demonstriert wird!

Machdudas.de ist eine Kontaktbörse für einzelne Job-Aufträge – Festanstellungen werden hier nicht ausgeschrieben. Wer mal rasch einen Job zu vergeben hat, bietet ihn über die Plattform an, und wie die Schmeißfliegen aufs Aas stürzen sich Texter und Korrektoren, Web-Designer und Layouter aufs Angebot. Beim Sturzflug geht, so scheint‘s, einiges verloren. Vor allem Qualität.

  • Rechtschreibung. Da behaupten hauptberufliche Journalisten: „… kenne mich also mit verschiedensten Arten der Textgestaltung sowie mit den grammatikalischen und orthographisen Anforderungen bestens aus.“ Kein Witz: ‚orthographisen‘ hat er geschrieben. Wer den bucht, ist selber schuld.
  • Selbstdarstellung. Da wimmelt es von ‚langjähriger Erfahrung‘, von ‚leidenschaftlichem Texten‘, von ‚Interesse‘ am Angebot, weil man sich auf diesem Gebiet in den letzten Jahren schlau gemacht hat. Mag ja sein. Was aber nahezu allen Anbietern mangelt, ist dagegen der Beweis: Sie behaupten, gut zu sein, und legen keinen Deut Wert darauf, ihre Klasse mit ihrer Selbstdarstellung auch zu belegen.

Ein paar Tipps

Ich habe mich bis heute viermal auf eine Ausschreibung im Portal beworben. Eine hat der Auftraggeber verstreichen lassen ohne Zuschlag für einen Bewerber. Eine zweite läuft noch, für die beiden anderen habe ich den Zuschlag erteilt bekommen. Fünfzig Prozent Treffer. Woran mag das liegen?

  1. Ein Sales Manager sucht einen PR-Texter. Dem darf man nicht mit ‚Interesse‘ kommen, dem muss man bereits im Anschreiben unmissverständlich klar machen, was ihn erwartet. Das kann unter anderem über das Honorar vermittelt werden: Wer ordentlich verlangt, muss, der Schluss ist statthaft, auch ordentliche Arbeit liefern.
  • Ein Ingenieur sucht einen Texter, der technische Cartoons mit Vierzeilern humoristisch umrahmt. Hätte ich dem geschrieben, das sei aber mal eine nette Idee, hätte ich ihm damit nur geschmeichelt. Ich aber wollte den Job. Also habe ich in meinem Anschreiben genau das vorgeführt, was er wünscht: Ich habe es in Versform formuliert. Bingo!

Viel Spaß – und eine gute Zeit!

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