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Rindfleischeintopf vegetarisch: Abenteuer in Niederbayern

Die bayerische Küche war einst eine Küche voll fleischloser Spezialitäten. Obatzda, Semmelknödl, Kasspatz’n, Mehlspeisen, Schwammerl – jemand, der sich fleischfrei ernährte, hatte in Bayern leichtes Spiel. Bis dann die Zeiten besser wurden …

Plötzlich galt Fleisch als das Maß aller Dinge, als Beleg für das „Mir han mir“, was in Bayern so viel bedeutet wie: „Uns doch egal!“ oder auch: „Saupreiß, greisliger!“

Schweinebraten auf dem Rückzug – vegetarische Speisen auf dem Vormarsch?

Der fachgerecht komponierte Schweinsbraten fand immer häufiger auch unter der Woche seinen Weg auf den Mittagstisch. Doch wie das so ist mit den Dingen, die immer zur Verfügung stehen: Sie verlieren an Wert. Gott sei Dank kehrt sich das um, Qualität findet wieder Zugang in den Gaststuben. Noch immer aber gilt zweierlei: Die Österreicher können’s besser – doch die Kunst, einen Schweinsbraten zuzubereiten, verdrängt die Erinnerung daran, dass Vegetarier in Bayern dereinst das Paradies hatten auf Erden in kulinarischer Hinsicht.

Heute trägt der Gastwirt in seine Speisekarte schon die Rubrik „Vegetarisches“ ein, wenn er beim Salat auf den Schinken verzichtet oder zum Kartoffelpuffer aus dem Supermarkt das Apfelkompott aus dem Glas reicht. Wundert es da jemanden, wenn nicht mal mehr das Wort selbst richtig geschrieben wird wie hier beim Dimpfl-Stadl in Lam? (Bitte, aufs Bild klicken für eine größere Ansicht.)

Fleischarmer Rindfleischeintopf

Schräg gegenüber vom Dimpfl-Stadl residiert der Kirchenwirt; wie es sich gehört, im Schatten der Kirche. Beide, Kirchenwirt und Dimpfl-Stadl, machen auf den Besucher jenen Eindruck, der mit „typisch bayerisch“ am treffendsten beschrieben und sicherlich auch von den Gastwirten so gewollt ist.

Der Kirchenwirt hat es, scheint’s, faustdick hinter den Ohren: Nicht nur bietet er Vegetarisches an, sondern auch „Fleischarmes“: den Öko-Rindfleischeintopf mit Brot. Der Kirchenwirt: ein Schelm, der Böses dabei denkt? (beides gefunden im August 2010)

Falls Ihr also einen Besuch plant von Lam in Niederbayern:

Viel Spaß – und eine gute Zeit!

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