Folgendes Zitat fand ich im Blog von Frederik Weitz:
Genitale Berührung und Massage regt das sexuelle Feuer an.
Frederik hat’s, wie er schreibt, aus einer Facebook-Werbung, und er kommentiert mit einem Wort: „Unglaublich!“ Um genau zu sein: Er kommentiert mit drei „!“
Und was ist nun so unglaublich?
Erstens der falsche Numerus! Es geht im Satz um Berührung und Massage – zwei Dinge, die den Plural verlangen: Sie regen an.
Zweitens der falsche Gebrauch des Adjektivs genital! Was, bitteschön, ist eine genitale Berührung? Und wie ist Feuer, wenn es sexuell ist? Ich bin in dieser Hinsicht ziemlich puristisch geworden und zeige dort nur ganz enge Toleranzen – was vielleicht auch zu Exzessen führen kann.
Und drittens der schlamperte Stil: ein Feuer, das angeregt wird, und eine (genitale) Berührung, die im Kontext so klinisch und statisch wirkt wie der ausgestreckte Finger Gottes in der Sixtinischen Kapelle.
Ganz, ganz schlimm. Oder um Frederik zu zitieren: „!!!“
Und was ist eigentlich mit der allgegenwärtigen „aufgeklärten Neuzeit“? Es ist doch nicht die Neuzeit, die aufgeklärt ist, ganz abgesehen davon, daß dieses Adjektiv auch nicht zu denen paßt, die gemeint sind, nämlich zu den heutigen Zeitgenossen, da diese sich in der weit überwiegenden Mehrheit beispielsweise von den Apologeten der Relativitätstheorie verkackeiern lassen.