Was für ein Satz! Gespreizt und gockelhaft in seiner Fülle an Attributen und Adjektiven. Überengagiert, überdreht.

Und heimtückisch, auch wenn das jetzt ein kleines bisschen eine polemische Wertung ist. Heimtückisch deshalb, weil der Satz dem Leser vorgaukelt, was er nicht oder nur mangelhaft leistet: die Beschreibung einer Szenerie. Er protzt, der Satz, und außer Schwulst teilt er nichts mit.* Der Reihe nach.

Leider lässt er mich im Stich; mich den Leser. Sein Publikum. Sein wichtigstes Ziel und der Grund, warum er schreibt. Nein, er macht’s nicht wegen des Geldes, denn das Geld bekommt er ja nur, weil es Menschen gibt, die lesen wollen – also mich zum Beispiel. Schriebe er des Geldes wegen, dürfte ich ihn zynisch nennen, denn er giert nach meinem Geld und bleibt die Leistung schuldig.

Und das (Achtung, jetzt kommt sie, die korrekte Verwendung des ersten Wortes), das finde ich alles in allem: faszinierend!

* Der Artikel mit dem von mir analysierten Satz scheint mittlerweile nicht mehr im Netz zu sein – ich bin vor etlichen Jahren über ihn gestolpert, habe ihn heute aber nicht mehr finden können.

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