Schreiben, wie man denkt?

Eine, wie man so sagt, gefährliche Haltung So schreibt der Redakteur in seiner Zeitschrift*: „Die Geiz-ist-geil-Gesellschaft der Autofahrer dürfte sich seit einer Woche ärgern, wenn sie das erfährt …“ Ein paar Einwände gegen diese Art von Journalismus.

Thomas Fischer. Ein Vorbild

Das Verderbliche an Vorbildern aller Art ist ja nicht, dass sie sich zu Idolen wandeln, nein, das ist es nicht. Es ist viel einfacher. Wir heften Übermenschen die Orden an mit listiger Absicht:

Reisebericht Elsass

Im Mai 2015 ging ich mit auf Pressereise ins Elsass. Meine Gedanken zu dem Phänomen „Pressereise“ habe ich an anderer Stelle skizziert – in diesem Beitrag findest du meinen Bericht der dreitägigen Reise. Viel Vergnügen!

Lebensrecht eines Kommas

Es geht um den folgenden Ausschnitt eines Artikels auf Zeit online und darum, wie ein fehlendes Komma den Sinn verzerrt. Hier der Ausschnitt:

Tipp fürs Verständnis: die Klammer muss nach hinten

Aus einem Manuskript, das ich für einen Fachverlag der Medizinbranche lektoriere: Erstens besitzt die MRT bereits ohne die Verwendung von Kontrastmittel einen hervorragenden Weichteilkontrast und ist somit in der Lage intrainterventionell Leberläsionen sichtbar zu machen, die anderen Modalitäten (z. B. dem nativen CT, vgl. Abb. 3.12 a) verborgen bleiben. Freundlicherweise sagt mir der Autor, was er […]

Was Stephen King wirklich zum Thesaurus sagt

„Stephen King lehnt Thesauri (auch Thesauren) ab!“ So in etwa lautet der Aufschrei in einer Facebook-Gruppe*. Als Beleg dient ein Foto mit einem Porträt des Schriftstellers und dem als Zitat erkennbaren Satz: „Any word you have to hunt for in a thesaurus is the wrong word. There are no exceptions to this rule.“ Hat King […]

Wenn die Natur so variantenreich ist: warum sind es dann nicht auch die Autoren?

Zitat aus einem Interview: Wir sind bislang einfach zu doof dazu. Deutsche Fernsehsender werden dominiert von risikoscheuen, selbstzufriedenen Typen mit Provinzhorizont und dem Hauptanliegen, möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Also setzen sie auf Seilschaften und Rezepte, hinter denen sie ihre Unfähigkeit verbergen. Um es mal etwas zu verkürzen: Hauptsache Ferres, Berben oder Furtwängler sind dabei. […]

Überschätzen sich Autoren?

Ein Freund schreibt mir eine Mail.„Das Allerschlimmste bei dem Thema aber ist, dass diese Müllbücher täglich 400 bis 500 mal gekauft werden, so lange nur bestimmte Ansprüche an Cover und Titelei erfüllt werden. Ob der SP-Markt also wirklich zu 90 Prozent der Markt für das Minderwertige ist? Es findet ein Paradigmenwechsel statt, der wenig Hoffnung macht.“ […]